Giessener Allgemeine
Montag, 1.September 1999
Nummer 202, Seite 37
Ausstellung in der Sparkassenfiliale
Starke Farbkontraste schaffen Bewegung
Lollar (ja). Eine Auswahl seiner Arbeiten zeigt der Gießener Nachwuchskünstler Alexander Schnorr in der Filiale Lollar der Sparkasse Gießen an der Marburger Straße. Bis zum 9.September kann die Ausstellung besucht werden. Die neue Sparkassenfiliale sei wie geschaffen für kulturelle Veranstaltungen, beispielsweise Vorträge, Ausstellungen oder Lesungen, ist Filialleiter Martin Seipp sicher. "Wir wollen jungen Künstlern eine Chance geben, ihre Werke zu zeigen, und unseren Kunden neben dem Service in punkto Geldgeschäften auch Kultur bieten."
Seit Ausgust vergangenen Jahres vertritt Rüdiger Rotter, Student der Kunstgeschichte in Gießen Alexander Schnorr. Rotter hat die Ausstellung in Lollar organisiert. Zu sehen sind abstrakte kleinformatige Ölmalereien (15 mal 20 Zentimeter), die sich den Betrachtern vor allem wegen Schnorrs Farbkompositionen einprägen. Wegen der geringen Größe der Bilder wirken die Farben noch intensiver.
Der Künstler nutzt bei nahezu allen gezeigten Werken Hell-Dunkel-Kontraste, um Bewegung in seine Bilder zu bringen. Auffällig sind auch die vielen, scheinbar wahllos übereinander aufgetragenen Farbschichten. Doch Schnorrs Malweise hat System:"Oft lässt Alexander ein Bild tagelang in der Ecke stehen, bis er daran weiter arbeitet. Er muss die bereits aufgetragenen Farben auf sich wirken lassen", berichtet Rotter.
Schnorrs Werke sind plastisch. Die besondere Oberflächenstruktur scheinen sie durch das Aufkratzen der obersten Farbschichten zu erhalten. Der Künstler will seine Geheimnisse nicht preisgeben. Auch die Interpretation seiner Werke überläßt er laut Rotter allein den Betrachtern. Schnorr bekennt sich zum christlichen Glauben. Die in der Ausstellung gezeigten Werke bezeichnet er als "Andachtsbilder".
Beim Malen hat er Erlebnisse und Impressionen verarbeitet. "Fehmarn" beispielsweise ist die Essenz der Eindrücke, die der Künstler während seines Aufenthaltes auf der Insel sammelte.
Zur Zeit lebt Schnorr als freischaffender Künstler in Giessen. Zwei Jahre lang studierte er an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart und war von 1994 bis 1997 Student der Kunstgeschichte und Philosophie an der Albertus-Magnus-Universität in Köln.
Giessener Anzeiger
Donnerstag, 25.November 2004
Vernissage bei Rotter
Mit Gefuehl fuer Stil
Giessen (tjl-Tanja Loechel). In der Wohnung des Giesseners Ruediger Rotter fand eine gelungene Vernissage statt. Mit viel Gefuehl fuer Stil hat der Kunstliebhaber die Bilder von Alexander Schnorr und Mathias Kohl ausgewaehlt. Gezackte Formen praegen die in strengem Schwarzweiss gehaltenen Aquarelle von Mathias Kohl. Er selbst bezeichnet sich als Autodidakt, obwohl er zwei Jahre lang in Offenbach Industriedesign studierte. Eine weitere Bildserie von ihm zeichnet sich durch reizvolle Muster aus, die dadurch zustande kommen, dass er ein Bananenblatt waehrend des Kopiervorgangs bewegt.
Der in Atzbach ansaessige Kunstmaler Alexander Schnorr stellt Oelgemaelde und Acrylgemaelde aus. Die teilweise monochromen Werke weisen interessante reliefartige Strukturen auf, die durch Pinselfuehrung der Farbe entstehen. Aufgrund der unterschiedlichen Lichtbrechungen erhalten die Werke Leben. Sein "Meridian II" besticht durch Kontrast von Ultramarinem Blau und Permanentrot und ein objekthaftes Format. In angenehmer Atmosphaere konnten sich die Gaeste dem Augenschmaus hingeben. Zu sehen sind die Bilder freitags von 17 bis 19:Uhr, sonntags von 16 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung, Telefon 0641-2509801, Alter Wetzlarer Weg 69.
Giessener Anzeiger
Montag, 5.September 2005
Mix aus arrivierter Kunst und extravaganter Kreativitaet
APERO 2005 - Seelische Tiefenklaenge
Giessen (Heiner Schultz). ... Eine unspektakulaere, aber dennoch beachtenswerte Attraktion war die Eroeffnung der Galerie Rotter im Alten Wetzlarer Weg. Die Salongalerie ist an zwei Tagen in der Wohnung des Galeristen zugaenglich und wird gerade von den Arbeiten Alexander Schnorrs dominiert. Der Atzbacher, Jahrgang 1972, studierte an der Staatlichen Akademie der bildenden Kuenste in Stuttgart freie Malerei, spaeter Philosophie und Kunstgeschichte an der Universitaet Koeln. Er konzentriert sich auf die "seelischen Tiefenklaenge" (Lepper) und zeigt Arbeiten in Acryl und Oel sowie Grafiken. Seine farbstarken Arbeiten, fein strukturiert und meistens kraftvoll dynamisch, loesen sich im Detail teilweise ins Deutbare auf, waehrend sie zuweilen auch an der Schwelle zur expressiven Leere verharren - Stimmung wird jedoch immer spuerbar. Zuweilen malt Schnorr humorvolle Hommagen, etwa an Mondrian, die fuer stilistische Abwechslung sorgen. Es ist bemerkenswert, wie soviel Kunst - die Wohnung ist gerade noch nicht ueberhaengt - die Atmosphaere praegt. ...
Giessener Allgemeine
Montag, 5.September 2005
Marathon auf einer kulturellen Strecke
APERO 2005 - Galerie Rotter
Giessen (Volker Heller). ... Alexander Schnorr (Lahnau) zeigt neue Werke vorwiegend in Oel(nass in nass) und Acryl. Seine Bilder voll meditativen Charakters sollen bei der Suche nach seelischen Tiefenklaengen helfen. Einzig die Farbe ist das Ziel, ohne strukturierende oder figuerliche Formen. Farbkompositorisch ohne Effekthascherei. Kleinere Studien in Bleistift, Tinte oder Gouache ergaenzen die wohl "kontemplativste" der fuenf Galeriestationen. Bis 31.Oktober Fr 17-19 und So von 16-18 Uhr. ...
Wetzlarer Neue Zeitung
Montag, 6.September 2005
Neu: Galerie Rotter
APERO 2005 - Premiere mit Alexander Schnorr
Giessen (hsc). Eine unspektakulaere, aber dennoch beachtenswerte Attraktion war die Eroeffnung der Galerie Rotter im Alten Wetzlarer Weg. Die Salongalerie ist an zwei Tagen in der Wohnung des Galeristen zugaenglich und wird gerade von den Arbeiten Alexander Schnorrs dominiert. Der Atzbacher, Jahrgang 1972, studierte an der Staatlichen Akademie der bildenden Kuenste in Stuttgart freie Malerei, spaeter Philosophie und Kunstgeschichte an der Universitaet Koeln. Er konzentriert sich auf die "seelischen Tiefenklaenge" (Lepper) und zeigt Arbeiten in Acryl und Oel sowie Grafiken. Seine farbstarken Arbeiten, fein strukturiert und meistens kraftvoll dynamisch, loesen sich im Detail teilweise ins Deutbare auf, waehrend sie zuweilen auch an der Schwelle zur expressiven Leere verharren - Stimmung wird jedoch immer spuerbar. Zuweilen malt Schnorr humorvolle Hommagen, etwa an Mondrian, die fuer stilistische Abwechslung sorgen. Es ist bemerkenswert, wie soviel Kunst - die Wohnung ist gerade noch nicht ueberhaengt - die Atmosphaere praegt. Kontakt: (0641) 2 50 25 00